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Bestellung eines Datenschutzbeauftragten

Bestellung eines Datenschutzbeauftragten

  • Die Bestellung des Datenschutzbeauftragten

    Die Bestellung des Beauftragten für Datenschutz richtet sich nach der DSGVO und somit dem Prinzip der mehrstufigen Kontrolle. Auf Bundes- und Europaebene übernehmen die Aufsichtsbehörden diese komplexen Aufgabenstellungen. Gleichzeitig bestellt das Unternehmen einen Beauftragten, der in seiner Funktion die Arbeiten vor Ort koordiniert und der Geschäftsleitung die zielführenden Vorschläge unterbreitet.

    Die Bestellung des Datenschutzbeauftragten
  • Die Bestellungsurkunde

    Erfüllt das Unternehmen die gesetzlichen Voraussetzungen der Datenschutzgesetze, muss es einen Beauftragten bestellen. Verstößt der Betrieb gegen die gesetzliche Verpflichtung, kann er nach § 43 des Bundesdatenschutzgesetzes mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro belegt werden. Sobald ihm die Aufforderung vorliegt, hat der Unternehmer einen Monat Zeit, um die Bestellung durchzuführen und schriftlich nachzuweisen. Außerdem muss die Bestellungsurkunde von allen Parteien rechtsverbindlich unterschrieben werden. Die meisten Unternehmen verfassen sie außerhalb der bestehenden Verträge, damit sie ihre Wirkung als eigenständiges Dokument entfalten kann. Mit der Urkunde kann sich der bestellte Mitarbeiter gegenüber der Firmenleitung sowie allen anderen Personen und amtlichen Stellen legitimieren. Sie verbrieft jedoch in den meisten Fällen nur ein Vorschlagsrecht. Das Weisungsrecht verbleibt bei der Geschäftsführung, die die Verantwortung für das Unternehmen trägt. Dafür kann der Beauftragte nicht an einer eventuellen Bußgeldzahlung beteiligt werden.

    Die Bestellungsurkunde - Datenschutzberatung
  • Mitteilung an die Landesdatenschutzbehörde

    Zu diesem Dokument gehören einige Anlagen. Sie bestehen aus der Aufgabenbeschreibung sowie der Präzisierung der Stellung des Beauftragten. Ferner fixiert das Unternehmen in den Papieren seine Unterstützung, auf die sich der Berater im Anschluss berufen kann. Nach der Unterzeichnung der Dokumente veröffentlicht der Auftraggeber die notwendigen Kontaktdaten, damit alle potenziellen Ansprechpartner wissen, an wen sie sich bei einer Frage wenden müssen. Entscheidend ist der Zeitpunkt, an dem die Aufsichtsbehörde das für sie bestimmte Exemplar erhält und akzeptiert. Mit der schriftlichen Bestätigung des Amtes sind die Auflagen endgültig erfüllt worden.

    Mitteilung an die Landesdatenschutzbehörde
  • Funktionen und Aufgaben

    Grundsätzlich kümmert sich der interne oder externe Datenschutzbeauftragte um die Einhaltung des Datenschutzes innerhalb des ihn beauftragenden Unternehmens. Er ist dafür verantwortlich, dass die Datenschutzvorschriften – insbesondere bei personenbezogenen Daten – exakt eingehalten werden.

    Deshalb stellt die verantwortliche Geschäftsleitung besondere Anforderungen an den Stelleninhaber. Am Anfang überzeugt der Kandidat durch seine fachliche Eignung, die er mit seinem Wissen unterstreicht. Um die Aufgaben effektiv auszuüben, hat er einen entscheidenden Überblick über die von ihm zu kontrollierenden Bereiche. Für die optimale Kooperation verfügt er außerdem über ausgezeichnete kommunikative Eigenschaften und Kontakte.

    Funktionen und Aufgaben des Datenschutzbeauftragten
  • Datenschutz ist Dokumentation

    Eine zentrale Aufgabenstellung bildet das Datenschutz-Management-System. Wesentliche Instrumente stellen dabei die Datenschutzrichtlinien dar, die für die verantwortlichen Stellen im Unternehmen definiert werden. Hierfür erarbeitet der Beauftragte ein Konzept, das er mit der Geschäftsleitung und ggf. dem Betriebsrat durchspricht. Diese Richtlinien entsprechen gleichzeitig den von der DSGVO geforderten Dokumentationen. Sie enthalten auch die Rechte und Pflichten, die sowohl für die Geschäftsleitung, den Beauftragten als auch für die Mitarbeiter gelten. Besonders interessant sind die Vorgänge, bei denen der Berater die Mitarbeiter zur Kooperation verpflichten kann, um seine Aufgaben zu erfüllen.

    Datenschutz ist Dokumentation
  • Im Mittelpunkt stehen die Daten von Menschen

    Ferner ist er der Ansprechpartner, wenn es um meldepflichtige Mitteilungen geht. Zu ihnen gehören die Beschwerden von Personen, die sich durch die Datenverarbeitung in ihren persönlichen Rechten verletzt sehen. Außerdem darf der Datenschutzberater erfolgversprechende Werbemaßnahmen vorschlagen und zur Einführung von neuen Tools raten.

    Da die meisten Unternehmen über viele datenverarbeitende Abteilungen verfügen, kann der Datenschutzbeauftrage nicht jeden einzelnen Vorgang selbst überwachen. Aus diesem Grund benennt die Geschäftsleitung zusätzliche Mitarbeiter, die ihn bei der ordnungsgemäßen Erfüllung zielgerichtet (Datenschutzassistenten) unterstützen. Konzerne müssen jedoch für jede ihrer eigenständigen Töchter einen separaten Datenschutzexperten bestellen. Da die Wahl eines internen Mitarbeiters eine Fehlentscheidung bergen kann, darf das Unternehmen alternativ einen externen Datenschutzberater einbinden.

    Im Mittelpunkt stehen die Daten von Menschen

Aktuelle Beiträge im Datenschutz-Blog

  • Samstag, 16. Juni 2018

    Erweiterung des Datenschutz-Teams

    Verstärkung für unsere Datenschutzberater

    Ab sofort stehen wir Ihnen noch stärker mit Rat und Tat zum Thema Datenschutz zur Verfügung. Herr Dr. Ing. Frankenstein unterstützte unser Team bereits als IT-Sachverständiger, Datenschutzberater und Datenschutz-Auditor. Seit Juni 2018 verfügen nun auch Herr Dr. Wurdel und Herr Lehmann über den Fachkundenachweis zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten im öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich mit Ausrichtung auf die EU-DSGVO und des BDSG neu.

  • Montag, 13. Januar 2020

    Strafen richten sich nach Umsatzgruppierung

    Was bedeuten Tagessatz, Faktor und Schwere des Verstoß?

    Um die Bußgelder zu vereinheitlichen und um sie nachvollziehbarer zu machen, haben sich die deutschen Datenschutzbehörden auf der Datenschutzkonferenz auf ein einheitliches Bußgeldmodell geeinigt. Bußgelder für Datenschutzverstöße werden anhand des Jahresumsatzes des Unternehmens festgelegt, vergleichbar mit den Regelungen des Kartellrechts. Das neue Konzept zur Berechnung von Bußgeldern bei Verstößen des Datenschutzes, wird auch in Deutschland Bußgelder in Millionenhöhe möglich machen.

  • Mittwoch, 5. Februar 2020

    Die Berechnungsmethode zu Bußgeldern nach der DSGVO

    Schätzen Sie Ihr Risiko ein

    Für Unternehmen und Konzerne können bis zu vier Prozent ihrer Vorjahresumsätze auf dem Spiel stehen. Dazu kommen die Rechtsanwaltskosten, die sich auf den Streitwert beziehen. Bis zu 20 Mio. Euro kann es kosten. Kleine formelle Verstöße beginnen bei 972 Euro. Doch wo liegen die Grenzen dieser Bemessungsgrundlagen und wie werden sie ermittelt? Dazu hat die Datenschutzkonferenz – DSK – Stellung genommen.

  • Freitag, 21. Februar 2020

    Welcher Zusammenhang besteht zwischen der DSGVO und WhatsApp?

    Verwenden Sie WhatsApp im Unternehmen?

    Persönliche Daten benötigen einen besonderen Schutz. Das hat die Europäische Union erkannt und die entsprechende Datenschutzverordnung erarbeitet. Da sie in erster Linie der Sicherung der persönlichen Daten natürlicher Personen dient, ergeben sich für Unternehmen einige rechtliche Problemstellungen.

    So benötigt das Unternehmen für die Verarbeitung dieser persönlichen Informationen sowie deren Weitergabe eine eindeutige und bindende Willenserklärung des Betroffenen. Verstößt die Firma gegen die in der DSGVO festgelegten Regeln, folgen empfindliche Strafen. Ein sehr sensibler Bereich ist beispielsweise der kostenlos angebotene Messengerdienst Whatsapp.

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